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Daruma

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Die Legende vom Daruma

Im Zen-Buddhismus bedeutet Dharma Daishi oder Daruma Daishi der Mönch-Meister. Die Legende besagt, der Daruma Daishi habe sich neun Jahre lang im Zen-Tempel zur Meditation zurückgezogen, um Erleuchtung zu finden. Durch das jahrelange Verharren in der Meditionshaltung sind ihm die Gliedmaßen, Beine und Arme, zurückgegangen. Von da an wurde der Dharma/Daruma in den Bilderrollen ohne Gliedmaßen dargestellt. 

Der Glaube und das Vertrauen an den Daruma ist so groß, daß man ihm zutraut, die Wünsche der Menschen erfüllen zu können.
 

Daruma-Puppen als Glücksbringer

Traditionell kauft oder verschenkt man in Japan Daruma-Puppen als Glücksbringer zu Beginn des Jahres. Je größer der Wunsch, desto größer der Daruma. 

Der Überlieferung nach wurden die ersten Daruma-Puppen im 18. Jahrhunder von einem Tempelpriester gefertigt, um sie den Dorfbewohnern während einer Hungersnot als Glücksbringer zu schenken. Als Grundlage diente das Abbild des ersten Zen-Meisters aus China, der im 6. Jahrhundert nach Japan ging, um den Zen-Buddhismus zu verbreiten.

Die Daruma-Puppen werden aus Japan-Papier, das zu Pappmaché verarbeitet ist, geformt und nach dem Trocknen mit rotem Lack bemalt. Auf Bildrollen wird der Dharma Meister seit der Edo-Zeit in Japan als ein Mönch in roter Robe dargestellt. In alten Zeiten glaubte man, die Farbe Rot könne Krankheiten verhindern und habe die Wirkung von einem Talisman. 

Je nach Regionen in Japan, in den die Daruma produziert werden, haben sie ein leicht anderes Aussehen. In der Präfektur Gunma werden etwa 80% der gesamten japanischen Darumas hergestellt. Dort ist der Winter sehr trocken, was für das Trocknen von Daruma eher förderlich ist. Die Fertigung von Daruma-Puppen dient als Nebenerwerb nach der Ernte.

Die Form der Daruma-Puppe gleicht einer Kugel. Das Gesicht ist weiß bis hellrosa, ohne Augen, ein Bart und Augenbrauen zieren noch das Gesicht. Die rote Zen-Robe des Daruma ist mit golden vertikalen Streifen durchgezogen, was auf den Rang des Dharma-Meisters hindeutet. Bei den größeren Daruma Puppen gibt es auch Platz genug für Glückwunschzeichen, die man in Kanji-Schrift unter das Gesicht schreibt. Daruma werden mit diesen Glückwünschen gerne verschenkt.

Als Glücksbringer gibt es die Daruma-Puppen in verschiedenen Farben, den folgende Wünsche  zugeordnet sind: 
  • rot - für alle Wünsche
  • weiß - für mehr Talent, Fortschritt
  • gelb - für Happiness, Fröhlichkeit
  • grün - für Gesundheit, Sicherheit
  • gold - für mehr Reichtum, Wohlstand
  • schwarz - für Erfolg im Beruf

 Wie geht der Wunsch in Erfüllung?

Je nach Art des Wunsches, nimmt man die entsprechende Daruma-Puppe. Man malt das linke Auge des Daruma aus, wenn man einen Wunsch an den Daruma hat. Danach gibt man dem Daruma einen gebührenden Platz , wo er diesem Wunsch in Ruhe entsprechen kann. Geht der Wunsch in Erfüllung, wird das zweite Auge des Daruma auch ausgemalt. 

Zum Ende des Jahres wird der ausgemalte Daruma, ungeachtet dessen, ob der Wunsch in Erfüllung gegangen ist oder nicht, in einen Tempel gebracht und dort in einer Zeremonie verbrannt.