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Japanische Fächer

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Was man vom asiatischen Fächer erzählt

DER CHINESISCHE FÄCHER

Einer Legende nach sollte der chinesische Kaiser, als er auf Erkundungsreise ging, einen Fächer aus Fasanenfedern benutzt haben, um sein Gesicht vor der heißen Sonne zu schützen. Und als der Wind wehte und vom Boden den Sand aufwirbelte, diente der Fächer ihm auch als Schutz vor Wind und Schmutz. 

Fächer aus Fasanenfedern waren eine Rarität, weshalb sie auch als wertvolle Geschenke unter Adeligen dienten.
 
Später wurden Fächer für den chinesischen Palast aus weißer Seide gemacht. Die Seide wurde um einen runden Bogen bespannt, an dem ein Griff aus Jade, Elfenbein oder edlem Holz befestigt war. 
 
Im Hof war Wert des Fächers auch ein Statussymbol, denn schöne Fächer gehörten zu den Geschenken, mit denen der Herrscher die Dame seines Herzens bedacht hatte. Mit dem Tanzfächer haben die Palastdamen Tänze vorgeführt. 
 
Die Urform der Fächer war ebene Fläche (rund, oval, viereckig, sechseckig) mit einem Griff daran befestigt. Der faltbare Fächer kam später hinzu. Als Faltfächer wurde der Fächer handlicher und konnte stets mit am Körper getragen werden. So verbreitete  sich die Verwendung von Fächer rasch. Schnell nachwachsende Materialien wie Bambus und Papier wurden für die Herstellung von Fächern genommen. Man vermutet, dass seit der Han Dynastie Fächer aus Bambus gefertigt wurden. 
 
Zur Zeit der 3 Reiche ist es unter den Gelehrten in Mode gekommen, während einer Zusammenkunft adhoc Gedichte zu verfassen und diese auf den Fächer festzuhalten. Dafür eignen sich Fächer aus Papier und Bambus besonders gut.  
 
Der Fächer kam über die Seidenstrasse nach Japan, wo er weiterentwickelt wurde. In der japanischen Kultur findet der Fächer ähnliche Verwendung. 
 

DER JAPANISCHE FÄCHER

Der Fächer kam von China nach Japan. Der faltbare Fächer, japanisch Sensu oder Ohgi, wurde jedoch irgendwann im 6. - 9. Jahrhundert in Japan erfunden und verbreitete sich später nach China, Korea und andere Länder Asiens. Der Faltfächer kann klein zusammen gefaltet werden, was sehr praktisch ist.

Japanische Fächer werden aus Papier oder Seide und Holz oder Bambus gemacht. Für die wohlhabende Schicht wurden Fächer eigens von Fächermalern und Kalligraphen handbemalt und handbeschrieben. Oft wird eine Landschaft dargestellt, die mit einem Vers kommentiert wird.

Da das Papier kostengünstiger war als Seide und zugleich die Tinte besser aufnehmen konnte, war sich der Papierfächer weiter verbreitet. Beim Papierfächer wird spezielles japanisches Papier mit Wasserzeichen verwendet.

Heute noch benutzen Japaner, Männer und Frauen gleichermaßen, für unterwegs gern den faltbaren Handfächer. In der japanischen Teezeremonie und im japanischen Tanz  oder beim Noh-Theater ist das Hantieren mit dem Fächer ein fester Bestandteil. Der japanische Tanzfächer hat 10 Holzstäbe, die mit einem dicken Papier beklebt sind. Beim Tanz wird der Fächer nicht auf- und zugemacht, sondern durch die Tanzbewegungen in richtigen Grad und Winkel mit der Hand gehalten.

Wegen der starken Sonne ist der nichtfaltbare Fächer, japanisch Uchiwa, auch sehr gebräuchlich. Meist ist die Form des Uchiwa-Fächers rund, oval oder flächig mit gerundeten Ecken, an dem ein Griff angebracht ist. Der Uchiwa-Fächer dient vor allem dazu, das Gesicht vor Sonne und Staub zu schützen. 

Materialien von Fächern

  • Gräsern, getrockneten Blätter, die zu einer ebenen Fläche mit einem Griff geflochten wurden.
  • Stoffächer
  • Tierfeder
  • Seidenfächer
  • Holzfächer
  • Bambusfächer
  • Jade
  • Tierknochen
  • Kunststoff
 

Verwendung von Fächern

  • Fächer, Saunafächer - als Windmacher, frische Brise schaffen
  • als Schutz vor der Sonne
  • als Schutz vor Wind
  • als Schutz vor Sand
  • als Geschenk
  • Accessoire einer Geisha - japanisher Geisha-Fächer, Tanzfächer
  • als Utensil bei der japanischen Teezeremonie
  • als Wandschmuck - Wandfächer 
  • als Dekorationsobjekt - Deko-Fächer
  • als Trägermaterial für Malereien, Gedichte
  • sorgen für gute Energie im Fengshui - Fengshui-Fächer
  • Taichi-Fächer
  • Kungfu-Fächer
  • Brautfächer